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Glasklar für Haushaltskunden

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SAK Internet, TV und Telefon: Unser Kundenmagazin Glasklar für Haushaltskunden im Juni 2017. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

RECHENZENTRUM DER

RECHENZENTRUM DER SUPERLATIVE HALBZEIT. SEIT SECHS MONATEN WIRD GEBAGGERT, AUS- GEHOBEN UND ERRICHTET. DER BAU DES RECHENZENTRUM OSTSCHWEIZ SCHREITET EHRGEIZIG UND SCHNELL VORAN. ES IST EINE KONSTRUKTION VOLLER TECHNISCHER RAFFI- NESSE. IM NÄCHSTEN WINTER SOLLEN DIE ERSTEN KUNDIN- NEN UND KUNDEN DORT EINZIEHEN. BIS DAHIN BLEIBT NOCH VIEL ZU TUN. IM GESPRÄCH MIT BAUHERRIN, GENERALPLANER UND ARCHITEKT ERFAHREN WIR MEHR. Herr Baumgärtner, nach welchen Kriterien haben Sie die zuständigen Partner für Architektur und Generalplanung ausgesucht? Die Firma Datasign ist in der ganzen Schweiz als ausgewiesener Spezialist für Rechenzentren bekannt. Beim RZO hat sie uns als Generalplaner vom ersten Konzeptentwurf über die Grob- und Detailplanung bis und mit Umsetzung unterstützt. Bereits zuvor hatte sie in Chur mit demselben Architektur-, Geologie- und Statiker-Team bei einem Rechenzentrumsprojekt erfolgreich zusammengearbeitet. Somit wussten alle relevanten Planer bereits sehr genau, auf was es beim Bau eines Rechenzentrums ankommt. Für uns bedeutet diese Konstellation der Partner also Sicherheit und Tempo. Herr Hes, das Rechenzentrum Ostschweiz ist eines von vielen Rechenzentrumsprojekten, das Sie in der Rolle des Generalplaners begleiten. Was ist an diesem Projekt besonders? Das Besondere an diesem Projekt ist seine Grösse sowie der Einsatz höchst innovativer Technik im Bereich der Kühlung und der Stromversorgung. Und an welcher Stelle hilft Ihnen die bereits vorhandene Erfahrung am meisten? Das ist ganz eindeutig im Projektmanagement. Das effiziente Verschmelzen der einzelnen Fachgewerke mit der Vielzahl der Einzelakteure verlangt sehr viele Kenntnisse der Fachbereiche. Und darauf können wir zurückgreifen. Herr Bacchi, was war Ihr erster Gedanke als die domenig architekten das Rechenzentrum Ostschweiz als Architekturprojekt übernommen haben? Wir haben uns gefreut. Das Rechenzentrum Ostschweiz ist sowohl aus technischer als auch aus architektonischer Sicht ein spannender, nicht alltäglicher Auftrag, den wir gerne realisieren. Vor welchen besonderen Herausforderungen stehen Sie? Als herausfordernd kann man den Baugrund und den Grundwasserpegel bezeichnen. Kennzeichnend ist auch der straffe Terminplan. // 20

Wie gehen Sie damit um? Wir sind ein gut eingespieltes Team und haben hervorragende Fachplaner. Das heisst, in dem Projekt treffen Spezialisten aufeinander, die gemeinsam Lösungen finden. Hinzu kommt die Zusammenarbeit mit einer Bauherrschaft, die aktiv Entscheide fällt und wirksam mit uns zusammenarbeitet. Herr Baumgärtner, sind Sie mit dem Status und dem Fortschritt des Projekts zufrieden? Ja! Der überdurchschnittlich kalte Januar hat die Bauarbeiten zwar vier Wochen zurückgeworfen, doch seither arbeiten wir im Plan. Der Rohbau wird Ende Juli abgeschlossen sein. Bereits im Juni wird im Untergeschoss am Technikausbau gearbeitet. Aktuell gehen wir davon aus, dass die ersten Kunden zu Beginn des nächsten Jahres ihre Server ins Rechenzentrum Ostschweiz auslagern werden. Herr Hes, was lernen Sie durch das Projekt Rechenzentrum Ostschweiz neu dazu? Die Bautechnik ist herausfordernd durch die besonderen Anforderungen an das Grundwasser und der aussergewöhnlichen Statik des Gebäudes. Hier lässt sich neues Fachwissen hinzugewinnen. Unsere Gesprächspartner auf der Baustelle: (v.l.) Marco Bacchi, domenig architekten, Architekt, Christoph Baumgärtner, St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG, Leiter Geschäftskunden Services und Projektleiter Rechenzentrum Ostschweiz, Ladislav Hes, Datasign GmbH, CEO Herr Bacchi, wenn Sie das Rechenzentrum Ostschweiz mit dem Bau eines Einfamilienhauses vergleichen, was ist hier alles anders? Das lässt sich so nicht vergleichen. Ein Rechenzentrum hat höhere technische Anforderungen als ein Einfamilienhaus. Beispielsweise muss ein Einfamilienhaus gut gedämmt sein, um die Wärme im Haus zu halten. Beim Rechenzentrum ist es umgekehrt. Hier muss man das Gebäude dämmen, damit die Wände im Innern nicht kondensieren, weil im Gebäudeinnern mehr Wärme produziert wird. Auch kann man ein Rechenzentrum als reinen Zweckbau bezeichnen, der die technischen Anforderungen auf dem angestrebten Niveau zu erfüllen hat. Herr Hes, wie gestalten Sie die Zusammenarbeit mit dem Architekten und der Bauherrin? Auf was achten Sie besonders? Die Zusammenarbeit mit der Bauherrschaft ist auf erfreulich harmonischem und professionellem Niveau. Wir achten auf transparente Kommunikation, um Missverständnisse erst gar nicht entstehen zu lassen. Aus unserer Sicht ist die tiefe Einbindung der Bauherrschaft insbesondere in technische Belange sehr wichtig. Schliesslich muss die Gesamtanlage später auch im Betrieb reibungslos zu bedienen sein. Herr Bacchi, was macht Ihnen bei diesem Bauprojekt besonders viel Freude? Es macht schon sehr viel Freude ein modernes Rechenzentrum zu bauen, das mit solch hohen Standards das erste seiner Art in der Schweiz sein wird. Auch die moderne Architektur, die mit der Umgebung in einen Dialog tritt, fasziniert mich. Mit freundlicher Genehmigung von Benjamin Manser, St. Galler Tagblatt Herr Baumgärtner, ein abschliessendes Wort, auf was sind Sie besonders stolz? Stolz sind wir auf den kompromisslos ökologischen Lösungsansatz. Durch den hochgelegenen Standort in Gais (AR) und dem Einsatz hocheffizienter Kreuzplattenwärmetauscher kann das Rechenzentrum ganzjährig und ausschliesslich im sogenannten Free-Cooling-Verfahren gekühlt werden. Das bedeutet, dass keine mechanischen Kältemaschinen benötigt werden. Der Berg-Käserei Gais können wir in einem Wärmeverbund rund 1,5 Mio. kWh Abwärme für die Erhitzung von 10 Mio. Litern Milch liefern. Die gesamte Gebäudehülle wird mit Photovoltaik-Paneelen ausgestattet und produziert dabei so viel Strom wie ihn 50 Haushalte verbrauchen. Fast könnte man meinen, es handle sich bei dem Projekt um ein neues Kombikraftwerk. Doch das Rechenzentrum ist und bleibt in erster Linie ein hochsicherer Datentresor mit der höchstmöglichen Verfügbarkeitsklassifizierung (TIER IV). // 21

Glasklar Magazin

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